Dein Vorstellungsgespräch wird online abgehalten?

Kein Problem, so überzeugst du beim online Bewerbungsgespräch durch gute Vorbereitung.

Fast alle Vorstellungsgespräche finden aktuell online statt. Das wird noch etliche Monate so bleiben, viele Firmen werden auch
langfristig Jobinterviews vermehrt online abhalten. 

Bewerber müssen Vorkehrungen treffen, damit das Vorstellungsgespräch gelingt und ungestört von äußeren Einflüssen bleibt. Hier findet jeder Bewerber wertvolle Tipps, um das Bewerbungsgespräch selbst und die Gesprächsatmosphäre bestens vorbereiten zu können. 

Wenn der Tag X naht, steigt die Anspannung. Das verständliche Herzklopfen kann jeder durch gute Vorbereitung minimieren. Bevor wir auf inhaltliche Themen kommen, es lohnt sich, eine kleine Checkliste für die äußeren Gegebenheiten zu erstellen. 

Die Vorbereitung 

  1. Technik Check 

Die Technik muss funktionieren, das ist am wichtigsten. Eine stabile Internetverbindung für das Vorstellungsgespräch hat Top Priorität. Die Nutzung eines LAN-Kabels oder sich mit dem Rechner in die Nähe des Routers zu setzen, das sichert eine ungestörte Verbindung. Am besten werden auch Mitbewohner darauf hingewiesen, nicht gleichzeitig zum Vorstellungsgespräch große Datenmengen online abzurufen, Streaming Dienste sind dann tabu! Um nicht von möglichen Updates beim Rechner überrascht zu werden, sollte der Rechner rechtzeitig vor dem Bewerbungsgespräch hochgefahren werden. Andere Programme sollten geschlossen werden, um nicht durch Benachrichtigungen von z.B. Mail Programmen gestört zu werden und die Rechnerleistung nicht zu beeinträchtigen. Das Smartphone sollte stummgeschaltet aber bereitgehalten werden, um im Notfall eine Alternative zum Rechner zu haben. Ein Headset hat bessere Übertragungsqualität gegenüber einem Mikro, die Verständigung ist für beide Seiten besser. Auch hier bitte sicherstellen, dass das Headset über die System Einstellungen des Rechners erkannt und aktiviert ist. Ein Probelauf sollte unbedingt rechtzeitig – am besten mit jemandem an einem anderen Rechner – vorgenommen werden, um auf der sicheren Seite zu sein. Dazu gehört auch, den vom Interviewer genannten Link rechtzeitig vorab zu testen und mögliche Probleme zu klären. 

  1. Die perfekte Umgebung 

Das Vorstellungsgespräch kann dauern, meist sind 45 bis 90 Minuten vorgesehen. In dieser Zeit soll man sich am Platz wohlfühlen. Lichtverhältnisse sind nicht nur ein Wohlfühlfaktor, sondern auch wichtig dafür, dass der Interviewpartner das Gegenüber gut sehen kann, um z.B. die Gesichtsmimik sehen zu können. Gutes Licht leuchtet alles aus, deshalb muss auch bedacht werden, was im Hintergrund alles mitgefilmt werden kann. Wilde Dekorationen, unaufgeräumte Regale, eine offene Tür im Hintergrund wirken unvorbereitet und sind genauso ungeeignet wie ein rein weißer Hintergrund, mit ein paar Pflanzen oder Bilder lässt sich die positive Stimmung erschaffen.  

  1. Nicht vergessen 

Kleinigkeiten wie ein bequemer Stuhl oder Block und Stift für Notizen müssen auch bedacht werden. Das Vorstellungsgespräch kann kurz empfunden werden, für einen Schluck zwischendurch muss jedoch Zeit sein, daher sollte etwas zu trinken vorbereitet werden. 

Wer, wie, was? So ist jeder perfekt auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet 

Wissen ist alles 

Beim Telefoninterview ist es wie bei einem normalen Bewerbungsgespräch, die inhaltliche Vorbereitung ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Gesprächsverlauf. Nach der Suche in Jobbörsen, dem offensichtlich erfolgreichen Bewerbungsschreiben, aussagekräftigem 

Lebenslauf kann man jetzt auch beim nächsten Schritt zum neuen Job durch sorgfältige Vorplanung unangenehme Überraschungen vermeiden.  

  1. Mit wem spreche ich? 

Seinen Gesprächspartner zu kennen, gibt einem als Bewerber nicht nur einen Vorteil, es wird vorausgesetzt. Selbstverständlich ist eine gründliche Recherche über den potentiellen Arbeitgeber. Die Historie und Größe des Unternehmens, Firmen-Philosophie, Produktpalette, Umsatz und Firmenziele können neben der Firmen Website auch auf Internetseiten von Presse, Bewertungs- und vielen weiteren Seiten recherchiert werden.  

Meist können die Interviewpartner selbst bei Linkedin oder Xing gefunden werden. So hat man schon mal einen ersten Eindruck und sieht seinen Gesprächspartner nicht zum ersten Mal. Die Namen und Funktionen der Interviewer sollte der Bewerber aufgeschrieben haben, um die Personen mit Namen ansprechen zu können. Auch bei der Verabschiedung ist es unerlässlich, die Namen zu nennen. „Vielen Dank, Herr/Frau xyz für das interessante/aufschlussreiche Gespräch“ 

  1. Welche Fragen kommen – ich weiß es? 

Wie immer, sollte man sich Zeit nehmen und sich in seinen Interviewpartner hineindenken. Was interessiert am meisten, welche Bewerbungsfragen werden typischerweise gestellt, welche fachlichen Fragen können gestellt werden? Dafür ist es ratsam, sich Stichpunkte schriftlich zusammenzustellen, um bei Bedarf auch mal nachschauen zu können. Im Internet geben dutzende Seiten Tipps zu Bewerbungsfragen und deren Beantwortung.  https://karrierebibel.de/bewerbungsfragen/ Es lohnt sich sehr, sich eingehend damit zu beschäftigen.  

Am Beispiel der typischen Bewerbungsfrage “Was qualifiziert Sie für die Position” möchte ich kurz darauf eingehen, wie auch vermeintlich positive Aussagen letztlich negativ behaftet sein können. Wenn man bei seiner Antwort enthusiastisch auf die eigene große Motivation und das immer gute Feedback aus seinem beruflichen Umfeld hinweist, wirkt das unbestimmt und eher schwammig. Deutlich mehr punktet, wer seine fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen nennt und diese mit den Anforderungen und Aufgaben der neuen Stelle verbindet.  

Ohne das Vorstellungsgespräch leiten zu wollen, sollte man sich einen groben Leitfaden für das online Bewerbungsgespräch zusammenstellen. Dazu gehört z.B. die Vorbereitung des einleitenden Smalltalks: gibt es außergewöhnliche Ereignisse in der lokalen Wirtschaft, Politik oder beim Unternehmen? Fragen zur eigenen Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellungen, Pläne für die berufliche Zukunft, Wertevorstellungen, eigene Erwartungen muss man sich sowieso stellen, vorbereitet antwortet es sich leichter

Zum Schluss des Vorstellungsgesprächs wird immer gefragt, ob man als Bewerber noch Fragen hat. Gut überlegte Fragen sind wichtig, um das ernsthafte Interesse am Unternehmen zu untermauern. Wie schon eingangs erwähnt, die intensive Recherche schon eingangs erwähnt, ist intensive Recherche zum Unternehmen unerlässlichUnternehmensbezogene Fragen zur langfristigen Strategie machen Sinn, solange das Thema nicht ausführlich auf der Website des Unternehmens ausgeführt ist. Die Einarbeitung ist auch ein beliebtes Thema, hier können Bewerber ihre Vorstellungen und Erfahrungen zum Thema einbringen. Selbstverständlich sollen ungeklärte Punkte angesprochen werden: sind die nächsten Schritte klar, gibt es noch Fragen zu den Anforderungen an die Position, sind die Vertragsbedingungen besprochen? 

  1. Details, Kleinigkeiten sind oft entscheidend 

Liegt alles parat? Es gibt sicherlich Menschen, die sich alles merken können und die richtigen Informationen zum perfekten Zeitpunkt abrufen können. In der Aufregung des Vorstellungsgesprächs gelingt das höchstwahrscheinlich nicht allen. Deshalb, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Zertifikate sollten für mögliche Nachfragen ebenso wie die Stellenanzeige bereit liegen.  Bei den Bewerbungsunterlagen können wichtige Begriffe oder Passagen vorher mit Textmarker markiert werden. Ein Block für Notizen ist oft sehr hilfreich.  

Ja wie denn? Wie soll ich mich präsentieren? 

Ja wie denn? Wie soll ich mich präsentieren? 

So natürlich man sich auch beim Vorstellungsgespräch geben soll, gleichzeitig möchte und soll sich jeder Bewerber von seiner besten Seite zeigen. Auch hier sind ein paar einfache Vorbereitungen hilfreich für die Performance.  

  1. Der Umgang mit der Kamera 

Man sollte in der Mitte des Bildes sichtbar sein, mit dem richtigen Abstand zur Kamera ist der Bildausschnitt ab Brustmitte bis zu einer Handbreite über dem Kopf perfekt. Auf Augenhöhe eingestellt ist die Kamera richtig ausgerichtet. Bei einem Laptop helfen oft ein paar Bücher, um die Höhe anzupassen. 

Jeder neigt beim Video-Call dazu, auf den Monitor anstatt in die Kamera zu schauen. Man muss sich regelrecht zwingen, aber nur durch den direkten Blick in die Kamera fühlt sich das Gegenüber direkt angesprochen. Das Vorstellungsgespräch zu proben und ein Postit direkt neben der Kamera helfen, permanent an dieses wichtige Detail zu denken. Die Kleiderfrage ist einfach zu beantworten, der Bewerber sollte sich so kleiden, wie er auch in ein physisches Vorstellungsgespräch gehen würde. 

  1. Gesichtsausdruck 

Es ist ganz einfach: lächeln, lächeln, lächeln. Jeder schaut gern in ein freundliches Gesicht. Durch ein natürliches Lächeln entspannt man nicht nur selbst, sondern die gesamte Gesprächsatmosphäre. Die Kunst besteht darin, die Balance zu halten zwischen konzentriertem Zuhören und entspannteren Phasen und dabei einen allzu ernsten Gesichtsausdruck mit hängenden Mundwinkeln zu vermeiden 

  1. Körpersprache 

Zu viele Bewegungen auf oder / und mit dem Stuhl strahlen Unsicherheit und Unruhe aus. Mit einer steifen Körperhaltung suggeriert man wiederum, dass man sich nicht wohl beim Bewerbungsgespräch fühlt. Auch hier ist Lächeln eine gute Medizin, sich zu entspannen. Man kann seine Körpersprache nicht vollkommen verstecken, eine aufrechte Körperhaltung ist jedoch als Minimum für jeden umsetzbar. 

  1. Die innere Haltung 

Die innere Haltung strahlt man aus. Die Offenheit zum Interviewpartner, echtes Interesse am Vorstellungsgespräch, dem Job und am Unternehmen sind Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Interview. Das volle Paket der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten ist ja vorhanden. Diese Überzeugung sollte man auch ausstrahlen. Die eigenen Kompetenzen zu benennen ohne zu selbstbewusst zu wirken, ist die Kunst im Vorstellungsgespräch. 

  1. Wer bin ich? 

Diese Frage ist der eigentliche Grund für das Vorstellungsgespräch. Arbeitgeber haben ja durch Bewerbungsschreiben und Lebenslauf schon sehr viele Informationen vom Bewerber. Das Bewerbungsgespräch dient im Wesentlichen dazu, die Persönlichkeit hinter dem Bewerber kennenzulernen. Deshalb ist es richtig, seine Persönlichkeit und Empathie zu zeigen. Bei den Antworten sollte man jedoch weiterhin fokussiert bleiben und die Fragen auch gezielt beantworten. 

Fazit:  

Durch eine gut geplante Vorbereitung wird das online Bewerbungsgespräch ein Erfolg. Mit der Klärung der oben genannten Punkte kann sich jeder voll auf das Vorstellungsgespräch selbst und den Interviewpartner konzentrieren. So kann sich jeder von seiner besten Seite zeigen, die wertvolle Gesprächszeit maximal nutzen und dem Gegenüber die eigene Professionalität beweisen. Viel Erfolg!!! 

Weitere Quellen: https://karrierebibel.de/vorstellungsgesprach-vorbereitung/https://www.karrieresprung.de/vorstellungsgespraech/https://www.stepstone.de/Karriere-Bewerbungstipps/vorbereitung-auf-das-gespraech/;  

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